Allgemein über Chinesische Medizin.

Die TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) sieht den Menschen als ganzheitliches Wesen, das in die Natur und das System von Yin und Yang involviert ist. Yin und Yang steht für gegensätzliche aber auch ergänzende Kräfte. Sie stehen immer in Wechselbeziehung zueinander, wie zum Beispiel Tag und Nacht. Es sind wandelbare, ineinander übergehende Zustände, ohne den Tag gäbe es keine Definition der Nacht. Durch das dynamische Wechselspiel dieser beiden Energieformen wird die Lebensenergie der Natur das „Qi“ hervorgebracht.

Das Qi hat verschiedene Funktionen: Qi schützt den Körper vor Erkrankungen, fördert den Wachstum und die Entwicklung, regt die Funktion der inneren Organe an, steuert die Körpertemperatur und reguliert die Verdauung. Zusammen mit der Essenz (Jing), dem Blut (Xue) und den Körperflüssigkeiten (Jin Ye) gehört das Qi zu den Grundsubstanzen, diese bilden die materielle und funktionelle Grundlage des Körpers. Diese vier Grundlagen werden ebenfalls durch Yin und Yang beeinflusst.

Die Meridiane leiten die Lebensenergie durch den Körper und so wird ein Energiekreislauf gebildet der die Organe und Organsysteme zu funktionierenden Einheiten verbindet. Wenn sich Yin und Yang im Gleichgewicht befinden kann die Lebensenergie ungehindert durch den Körper fliessen –der Mensch ist „gesund“. Krankheit entsteht dann wenn die Harmonie des Yin-/Yang-Systems gestört ist und daraus Blockaden und Stauungen entstehen.

Durch äussere klimatische Faktoren wie Hitze, Kälte oder Wind, sowie durch innere, emotionale Faktoren wie Ärger, Freude, Angst oder Sorgen kann Krankheit entstehen. Weitere Krankheitsursachen: Ernährungsfehler, Überanstrengung oder Verletzungen. Das Ziel der Behandlung ist, das Qi im Körper wieder zum Fliessen bringen und das Ungleichgewicht zwischen diesen beiden Prinzipien wieder zu harmonisieren.